Ästhetische Indikation
- Die Lidfalte ist ganz oder teilweise verdeckt
- Lidschatten lässt sich nicht mehr auftragen
- Der Blick wirkt müde, obwohl Sie ausgeruht sind
- Deutliche Seitenungleichheit der Lider
Obere Blepharoplastik
Der häufigste Eingriff der Lidchirurgie: Überschüssige Oberlidhaut wird entlang der natürlichen Lidfalte entfernt, der Blick wird wieder offen. Ambulant, in örtlicher Betäubung, in etwa 45 bis 60 Minuten.
Indikation
Der Eingriff ist dann richtig, wenn tatsächlich überschüssige Oberlidhaut vorliegt – und nicht, wenn eine abgesunkene Braue oder ein geschwächter Lidheber das Bild erzeugt.
Operationstechnik
Der wichtigste Schritt – und der einzige, der nicht korrigierbar ist.
Örtliche Betäubung, auf Wunsch mit leichter Sedierung.
Feine Naht, die in der Lidfalte verschwindet.
Technisch ist die Oberlidstraffung ein überschaubarer Eingriff. Die Qualität entscheidet sich an drei Stellen: an der korrekten Zuordnung des Befundes vor dem Eingriff, an der Anzeichnung – und an der Zurückhaltung. Zu viel entfernte Haut lässt sich nicht zurückgeben.
Heilungsverlauf
| Zeitraum | Was passiert | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Tag 1–3 | Schwellung und Blutergüsse erreichen ihr Maximum um Tag 2. | Konsequent kühlen, erhöhte Kopflage beim Schlafen, kein Bücken und Heben. |
| Tag 5–7 | Fadenentfernung, erste Narbenkontrolle. | Ab jetzt vorsichtiges Augen-Make-up möglich. |
| Woche 2 | Blutergüsse sind weitgehend abgeklungen. | Die meisten sind wieder gesellschaftsfähig. Kontaktlinsen wieder möglich. |
| Woche 3–4 | Restschwellung bildet sich zurück. | Sport, Sauna, Solarium und schweres Heben wieder erlaubt. |
| Monat 3–6 | Narbe verblasst, Gewebe setzt sich – endgültiges Ergebnis. | Täglicher Sonnenschutz auf der Narbe verbessert das Ergebnis messbar. |
Kosten
Ambulant, in örtlicher Betäubung, ein- oder beidseitig.
Werden Ober- und Unterlider in einer Sitzung behandelt, kostet die Kombination ab € 4.500,– – mit nur einer Vorbereitung, einer Betäubung und einer Ausfallzeit. Details zur Unterlidstraffung.
Bei nachgewiesener funktioneller Beeinträchtigung – etwa messbar eingeschränktem oberem Gesichtsfeld – kann eine Kostenübernahme beantragt werden. Erforderlich ist in der Regel ein augenfachärztlicher Befund mit Gesichtsfelduntersuchung. Die Entscheidung trifft Ihr Versicherungsträger im Einzelfall.
Alle Preise verstehen sich als Endpreise pro Behandlung.
Terminbuchung
Wählen Sie direkt im Kalender der Ordination einen freien Termin. Alternativ erreichen Sie uns telefonisch. +43 1 890 45 20
Häufige Fragen
Die Oberlidstraffung kostet ab € 2.400,–. Enthalten sind das Beratungs- und Aufklärungsgespräch, der Eingriff mit örtlicher Betäubung, sämtliche Materialien, die Fadenentfernung und alle Nachkontrollen.
Der endgültige Preis richtet sich nach dem Befund: Muss zusätzlich Muskel- oder Fettgewebe korrigiert oder gleichzeitig eine Ptosis behandelt werden, steigt der Aufwand. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach der persönlichen Untersuchung.
Zunächst wird der zu entfernende Hautüberschuss im Sitzen angezeichnet – im Liegen verschiebt sich das Gewebe und die Anzeichnung wäre unzuverlässig. Dabei wird ein Sicherheitsabstand zur Augenbraue eingehalten, damit sich das Lid nach dem Eingriff vollständig schließen lässt.
Nach der örtlichen Betäubung wird die Haut spindelförmig entlang der natürlichen Lidfalte entfernt. Bei Bedarf werden ein schmaler Streifen des Ringmuskels und vorgewölbte Fettanteile korrigiert. Zum Abschluss folgt ein feiner Hautverschluss. Der gesamte Eingriff dauert etwa 45 bis 60 Minuten.
So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Entscheidend ist nicht der Millimeterwert, sondern dass nach dem Eingriff ein vollständiger Lidschluss möglich bleibt und die Augenbraue nicht nach unten gezogen wird.
Wird zu viel Haut entfernt, drohen ein unvollständiger Lidschluss (Lagophthalmus) mit trockenen Augen und ein unnatürlich gestraffter Ausdruck. Genau deshalb ist die Anzeichnung der wichtigste Teil des Eingriffs.
Ein gutes Ergebnis fällt nicht als Operation auf, sondern als ausgeruhter Ausdruck. Die Narbe liegt in der natürlichen Lidfalte und verschwindet bei geöffnetem Auge.
Ein „operiert“ wirkender Blick entsteht typischerweise durch zu radikale Hautentfernung, das Verlagern der Lidfalte oder das Übersehen einer Brauenptosis – also durch Planungsfehler, nicht durch den Eingriff selbst.
Bei ausgeprägtem Hautüberschuss ja. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen nach einer Oberlidblepharoplastik eine messbare Verbesserung des oberen Gesichtsfelds; einzelne Studien berichten mittlere Zunahmen in der Größenordnung von rund 30 Prozentpunkten. Auch Druckgefühl über den Augen und vorzeitige Ermüdung beim Lesen bessern sich häufig.
Auf die Sehschärfe selbst hat der Eingriff keinen Einfluss.
Bei Bürotätigkeit sind viele nach etwa einer Woche wieder einsatzfähig, kosmetisch unauffällig meist nach zehn bis vierzehn Tagen. Bei körperlich anstrengender Arbeit sollten Sie drei bis vier Wochen einplanen.
Planen Sie den Eingriff nicht unmittelbar vor einem wichtigen Termin – Schwellungen lassen sich nicht beschleunigen.
Das ist die häufigste Frage – und genau dafür gibt es die Erstberatung. Am Ende steht eine klare Empfehlung, auch wenn sie „kein Eingriff“ lautet.